Lagerstättengeologie-GmbH Neubrandenburg


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Bild des Monats 2008

Aktuelles > Archiv


Kernbohrung mit Kupfervererzung (Malachit) in red-bed-Sedimenten
(DR Kongo, Provinz Katanga)

In der Grenzregion zwischen Sambia und der DR Kongo befindet sich der so genannte Copperbelt (Kupfergürtel). Hier treten sedimentäre stratiforme Kupferlagerstätten vom red-bed-Typ auf, die an jungpoterozoische Sedimente der Roan-Formation gebunden sind. Der mittlere Kupfergehalt der Lagerstätten liegt in der Regel zwischen 2 - 4 %, häufig tritt neben Kupfer auch Kobalt in abwürdigen Konzentrationen auf.
Der Copperbelt gehört zu den bedeutendsten Lagerstättenregionen, hier lagern ca. 25 % der Weltvorräte an Kupfer.



Bild des Monats - Dezember 2008

Ziegelherstellung (Kolwezi / DR Kongo)

Im südlichen Afrika ist die Herstellung von Ziegeln in einfachen Feldbrandöfen noch weit verbreitet. Meist wird der Ton unmittelbar vor Ort in kleinen Abbaustellen, die nicht größer als 100 m² sind, gewonnen. Aufgrund der warmen Temperaturen und der hohen Feuchtigkeit ist die chemische Verwitterung, die zur Zersetzung des Gesteins und zur Tonmineralbildung geführt hat, sehr intensiv und der Tongehalt im Anstehenden recht hoch. Die handgestrichenen, luftgetrockneten Ziegel werden dabei um die Feuerkammer herum aufgeschichtet. Die Befeuerung erfolgt meist mit Baumstämmen. Häufig werden die Feldbrandöfen auch direkt am Ort des Bauvorhabens errichtet.


Bild des Monats - November 2008

Ausstrich turoner Kreidekalke bei Schmölln (Uckermark)

Kalk gehört zu den ältesten Baustoffen der Menschheit. Verarbeitet zu Kalkmörtel lieferte er das für die Errichtung massiver, dauerhafter Bauten erforderliche Bindemittel. Dazu musste der Kalk zuerst gebrannt und anschließend gelöscht werden. In Norddeutschland war die Kalkbrennerei vor allem im Mittelalter weit verbreitet. Während in den Küstenstädten Gotländer Korallenkalk verarbeitet wurde, nutzte man im Binnenland den in Niederungsbereichen vorhandenen Wiesenkalk oder kreidezeitliche Kalke, die insbesondere in Endmoränenbereichen als Schollen in den eiszeitlichen Ablagerungen vorkommen.
Das Bild zeigt den anhand der weißgrauen Bodenverfärbung gut erkennbaren Ausstrich von ca. 90 Millionen Jahre alten turonen Kreidekalken bei Ludwigshöhe/Schmölln (Uckermark), die noch bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts für die Herstellung von Zement und Schlämmkreide abgebaut wurden.


Bild des Monats - Oktober 2008

Naturbeton Tagebau Wotrum (Landkreis Güstrow)


Beim Naturbeton handelt es sich um ein natürliches Gestein, welches Beton sehr ähnlich ist. Es besteht aus Sanden und Kiesen, die durch ein karbonatisches Bindemittel fest miteinander verkittet sind. Der Kalk wurde in wässriger Lösung (Calciumhydrogencarbonat) transportiert und fällt durch die Verschiebung des Dissoziationsgleichgewichts der Kohlensäure wieder als unlöslicher Kalk aus.
In der im Tagebau aufgeschlossenen Schichtenfolge tritt der Naturbeton als Härtling innerhalb der Lockgesteinssedimente auf. Im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte sind aus einer Reihe von Tagebauen derartige Bildungen bekannt.


Bild des Monats - September 2008

Bahnverladungsstation des Tagebaus Teerofen bei Basedow


Bereits Ende des 19. Jahrhunderts existierten südlich von Basedow Ost kleinere Kiesabbaustellen. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Kiesgewinnung im Tagebau Teerofen industriell aufgenommen. Die Lagerstätte war vor allem wegen des hohen Überkornanteils von Interesse. Während zu dieser Zeit allgemein der Pferdewagen das übliche Transportmittel für Sand und Kies darstellte, erfolgte der Transport vom Tagebau Teerofen bereits mit der Eisenbahn über die Strecke Waren - Malchin, von der ein Nebengleis bis in den Tagebau Teerofen führte. Die Reste der alten Bahnverladung sind heute noch erhalten. Um 1930 wurde der Abbau zunächst eingestellt. Erst 1957 - in Malchin war ein neues Betonwerk entstanden - wurde man wieder auf die Kiessandlagerstätte Teerofen aufmerksam. Um 1960 wurde die Gewinnung wieder aufgenommen. Nach ca. 10 Jahren waren die besonders grobkörnigen Kiessande im Wesentlichen abgebaut. Der Bedarf des Betonwerks Malchin konnte nicht mehr in erforderlicher Weise gedeckt werden. Anfang der 1970er Jahre wurde der Tagebau im wenige 100 m westlich gelegenen Langen Berg erschlossen.
Aus dem Lagerstättenstandort Basedow sind im Wesentlichen die Betonzuschlagstoffe zum Aufbau der Neubaugebiete von Malchin und Stavenhagen geliefert worden.


Bild des Monats - August 2008

Ziegelei Neukalen


Seit dem 15. Jahrhundert wurden in Neukalen Ziegel gebrannt. Als Ausgangsmaterial dienten pleistozäne Bänderschluffe, die südlich von Neukalen im Bereich des Schlakendorfer Beckens weit verbreitet sind.
Die Ziegelherstellung am Standort hat eine wechselvolle Geschichte, die immer wieder von wirtschaftlichen Schwierigkeiten geprägt war. Nach mehrfachen Konkursen wurde 1930 die abgebrannte Ziegelei durch die Unternehmer Karl Klement, Güstrow und Ernst Matthies, Teterow wieder aufgebaut. 1935 hatte das Werk 35 Beschäftigte und produzierte jährlich 3 Millionen Mauerziegel. 1942 brannte die Ziegelei wiederum ab, wurde aber sofort zu einer der modernsten Ziegeleien Deutschlands wieder aufgebaut. Die transportable Technik ging im Zuge der Reparationsleistungen nach dem 2. Weltkrieg an die damalige Sowjetunion. Aus diesen Gründen ruhte zunächst die Produktion. Sie wurde 1946 saisonal wieder aufgenommen, seit 1951 produzierte sie wieder ganzjährig. Im Zuge der Modernisierung Anfang der 1950er Jahre wurde eine neue Aufbereitung errichtet, die Rohstoffgewinnung auf Eimerkettenbagger und die Förderung auf Dieselloks umgestellt.
Anfang der 1990er Jahre wurde die Produktion endgültig eingestellt. Aktivitäten die Ziegelei Neukalen als ein technisches Museum zu erhalten, sind leider gescheitert. Im Moment wird aus Sicherheitsgründen über einen Abriss der drei Schornsteine nachgedacht.


Bild des Monats - Juli 2008

Sammelexkursion im Kiestagebau Kargow (Müritzkreis)

Steine im Allgemeinen und Fossilien im Besonderen sind für Kinder von großer Faszination. Wenn die Kindergruppe des Geowissenschaftlichen Vereins Neubrandenburg e.V. auf Sammelexkursion geht, werden die gefundenen Seeigel (Echiniden), Donnerkeile (Belemniten), Dreilappkrebse (Trilobiten) und Geradhörner (Orthoceren) plötzlich wieder lebendig. Die Funde werden gemeinsam bestimmt und für Ausstellungen aufbereitet. So wird Stück für Stück ein erdgeschichtliches Puzzle vervollkommnet, das nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Spaß macht.
Achtung: Das Sammeln in aktiven Kiesgruben ist nur mit fachlicher Begleitung und nach vorheriger Anmeldung gestattet. Der Geowissenschaftliche Verein Neubrandenburg e.V. veranstaltet regelmäßig Exkursionen, die Gelegenheit zum Sammeln bieten.


Bild des Monats - Juni 2008

Blockpackung bei Neu Gaarz (Müritzkreis)

Die nur im Endmoränenbereich vorkommenden Blockpackungen zählen zu den auffälligsten eiszeitlichen Bildungen. Es handelt sich um Ansammlungen von größeren Geschieben (= vom Eis transportierten Gesteinsbrocken) vor dem Eisrand oder in eisrandparallelen Spalten. Während das aus dem Eis abfließende Schmelzwasser die feineren Anteile des Gletscherschutts weiter in die Sanderflächen transportierte, blieben die größeren Blöcke zurück. Blockpackungen lieferten seit dem Mittelalter Baumaterial für Kirchen und Herrenhäuser, später auch für Wirtschaftsgebäude und Straßen. Heute stehen sie als erhaltenswerte Geotope unter Naturschutz.


Bild des Monats - Mai 2008

Eemtorf im Tagebau Hinterste Mühle bei Neubrandenburg

Im Südosten des Kiessandtagebaus Neubrandenburg Hinterste Mühle steht über einem Erosionsrest der Saale-2-Grundmoräne (Geschiebemergel) eine Sedimentfolge an, die beginnend mit Basissanden des Saalespätglazials über Fein- und Mittelsande sowie Mudden schließlich zu einem mehrere Meter mächtigen Torflager führt, das seinerseits von wechselnd sandig-bindigen Sedimenten des Weichselfrühglazials überdeckt wird. den vergangenen Jahren lieferte dieses Vorkommen eine Fülle von neuen Erkenntnissen zur Vegetations- und Klimaentwicklung während der Eem-Warmzeit (ca. 128.000 - 115.000 Jahre vor heute). Die Stadt Neubrandenburg erklärte das Vorkommen im Jahr 2001 zum Naturdenkmal. Die Aufnahme wurde im November 1994 gemacht.



Bild des Monats - April 2008

Quarzsande an der Ihlenfelder Mühle nordöstlich von Neubrandenburg


In einem auflässigen Tagebau sind Quarzsande des Miozän (Tertiär) aufgeschlossen. Sie wurden in Form von Großschollen durch das Eis der frühen Saale-Kaltzeit (Drenthe-Stadium) in ihre heutige Position gebracht.der Quarzsande treten immer wieder geringmächtige Braunkohleflöze auf. Ein solches war im Bereich der Ihlenfelder Mühle in einer Mächtigkeit von ca. 0,5 m aufgeschlossen. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1995.




Bild des Monats - März 2008

Kreidetagebau Wittenfelde

Auf der Insel Rügen werden seit über 150 Jahren Kreidekalke (Schreibkreide) aus der Oberkreide gewonnen. Nach mehr als 50 Jahren wurde im Jahr 2005 die Gewinnung im Kreidetagebau Wittenfelde durch die Kreidewerk Rügen GmbH eingestellt. Der ehemalige Tagebau wurde der natürlichen Entwicklung überlassen und stellt heute ein wertvolles komplexes Sekundärbiotop dar. Bereits in den letzten Jahren der bergbaulichen Nutzung hatte sich der Tagebau zu einem hoch attraktiven Amphibienlebensraum entwickelt. Die auf der Tagebausohle entstehenden Gewässer wurden u. a. von Laubfrosch und Rotbauchunke als Laichgewässer genutzt.




Bild des Monats - Februar 2008

Großer Stein am Klosterberg bei Altentreptow
(Bismarckstein)

Der Große Stein am Klosterberg bei Altentreptow befindet sich unweit der Bundesstraße B 96. Er ist mit 133 m³ der größte Findling auf dem Festland von Mecklenburg-Vorpommern. Mit 2,50 m ist nur knapp die Hälfte seiner eigentlichen Größe sichtbar. Der Umfang beträgt 23 m. Der aus Bornholm stammende Granitblock weist an seiner Oberfläche deutliche Schliffspuren auf.




Bild des Monats - Januar 2008

Kryoturbationshorizont im Tagebau Bergholz


In den Abbauböschungen des Tagebaus Bergholz bei Löcknitz konnten wiederholt periglaziale Bildungen beobachtet werden. Im Juli 2000 wurde im Bereich der nördlichen Gewinnungsböschung eine auffällig Deformationsstruktur (Intrusionstöpfe) zwischen den Kiessanden (pommersche Nachschüttbildung) im Liegenden und der W 3 – Grundmoräne im Hangenden festgestellt.





Bild des Monats - Dezember 2007

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